Pressemitteilung der UETD zum Thema „Den Frieden in Jerusalem wahren bedeutet den Weltfrieden retten“

Der Vorstoß des US-Präsidenten Donald Trump, Jerusalem als künftige Hauptstadt Israels anzuerkennen zeugt von großer Sorglosigkeit. Die einseitige und verantwortungslose Entscheidung Trumps ist dabei, den festgefahrenen Nahost-Friedensprozess ein für alle Mal zum Scheitern zu bringen. Jerusalem, das als gesegnete Stätte des Friedens und der Barmherzigkeit gilt; das für Juden, Christen und Muslime gleichermaßen bedeutsam ist, darf nicht durch einen befangenen und parteiischen Beschluss einer einzelnen Person zum Spielball der amerikanischen und israelischen Innenpolitik gemacht werden.

Diese kompromisslose Maßnahme torpediert gezielt die Wiederaufnahme der Konsultationen über eine Zwei-Staaten-Lösung, in deren Rahmen auch der Status von Jerusalem zu beraten ist. Ein derartiger, in erster Linie aus innenpolitischen Gründen, gefasster Entschluss hat sogar das Potential den globalen Frieden zu erschüttern und weiter Öl ins Feuer zu gießen.

Das provokante Vorgehen Trumps – ohne gegenseitige Rücksichtnahme – bedroht somit nicht nur den Frieden in der Region, sondern den Weltfrieden. Ein weiterer Krieg in der ohnehin gebeutelten Krisenregion wäre das Letzte, was derzeit anzustreben wäre. Daher sind die Äußerungen und Reaktionen von zahlreichen Meinungsführern, Religionsvertretern und Politikern, die vor einem weiteren Kriegsschauplatz warnen, ernst zu nehmen.

Neben den muslimisch geprägten Staaten des Nahen- und Mittleren Ostens müssen auch die Europäische Union, die besonnenen und verantwortungsvollen Kräfte in den Vereinigten Staaten von Amerika und die Vereinten Nationen aktive und glaubwürdige Schritte zur Vermittlung in Palästina vornehmen.

Denn die seit Jahren andauernde Besatzung und Annexion palästinensischen Bodens sowie Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung verstößt nachweislich gegen internationales Recht. Israel, ausgestattet mit Nuklearwaffen und modernster Waffentechnik, begeht tagtäglich Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen an der in großen Teilen wehrlosen palästinensischen Zivilbevölkerung. Zahlreiche Menschenrechtsorganisationen, Entwicklungshelfer, unabhängige Journalisten und Beobachter dokumentieren derartige Fälle, diese bleiben jedoch oftmals ungehört. Selbst gewissenhafte Israelis und religiöse Juden kritisieren dieses menschenverachtende Vorgehen der israelischen Regierung und Militärs scharf.

Wir rufen alle Regierungen und Organisationen dazu auf, dem fehlgeleiteten Vorstoß Trumps nicht Folge zu leisten. Jerusalem ist ein gemeinsamer Ort nicht nur für Juden, sondern auch für Christen und Muslime. Alle Regierungen und Bevölkerungen, denen der Weltfrieden, die Achtung der Menschenwürde und Menschenrechte sowie die Wahrung des

Völkerrechts etwas bedeutet, rufen wir dazu auf, sich entschieden gegen einen erneuten Bruch des internationalen Rechts entgegenzustellen. Eine zügige Deeskalationsstrategie kann einen Flächenbrand verhindern.

Zudem weisen wir darauf hin, dass jegliche Reaktionen und Protestkundgebungen friedlich und besonnen stattfinden müssen. Auf Provokationen darf nicht reagiert und eingegangen werden. Denn gerade Jerusalem muss für Frieden stehen!