Klarstellung hinsichtlich der Unterstellung der Stuttgarter Nachrichten – „Integration türkischer Migranten behindert“

Köln, 05.02.2018 – Zum Zeitungsbericht am 31.01.2018 in den „Stuttgarter Nachrichten“, wonach die Union Europäisch Türkischer Demokraten (UETD) in Deutschland die Integration behindere und Beziehungen zu bestimmten Gruppierungen hätte, ergeht seitens des Vorstandes folgende Klarstellung:

Die UETD ist seit der Gründung in 2004 ein -in Deutschland und europaweit mit über 200 Standorten- etablierter Verein mit der Vision einer Gesellschaft, in der Menschen unterschiedlicher nationaler, kultureller oder religiöser Herkunft gleichgestellt sind und gleichberechtigt in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens teilhaben und diese mitgestalten können.

Die Erreichung der Vision ist bedingt an die Förderung der Integrationsfähigkeit europäischer Türken in die europäische Gesellschaft. Grundvoraussetzung unserer Vereinsarbeit ist die Förderung von Respekt, Toleranz und wechselseitigem Verständnis.

Unser Ziel ist es, Vorurteile abzubauen und schieflagen zu korrigieren, in dem wir eine Interessenvertretung der europäischen Türken und eine verbesserte Zusammenarbeit mit den europäischen Staaten zum Wohle der Gesellschaft etablieren. Dabei bildet die UETD eine Brücke zwischen Europa und der Türkei und schafft einen Mehrwert für die europäisch-türkische Partnerschaft.

Die UETD veranstaltet Workshops, Seminare oder Symposien und bringt sich aktiv in das gesellschaftliche Leben ein. Gegenstand dieser Veranstaltungen sind aktuelle Themen in den jeweiligen Ländern. Sie übernimmt gesellschaftliche Verantwortung und motiviert die Mitglieder, an etwaigen Wahlen teilzunehmen um auch hier einen demokratischen Beitrag zu leisten.

Unsere Vorstandsmitglieder setzen sich zum Großteil aus Akademikern und Geschäftsleuten zusammen, die ein fester Teil dieser Gesellschaft sind und deren Bestreben nichts anderes sein kann und darf, als der gesamten Gesellschaft zu dienen. Dieses geschieht u.a. durch deren Beruf oder aber Selbständigkeit, durch Schaffen von Arbeitsplätzen und Abführung von Steuern. Die UETD hat Kontroll- und Disziplinargremien zum Schutze der Vereinsphilosophie, die bei Bedarf entsprechend eingesetzt werden.

In diesem Zusammenhang lehnt die UETD es vehement ab, den Gesetzen in Form von Handlungen, Aktivitäten, Vorgehensweisen aber auch Denkweisen sich zu widersetzen. Denn das entzieht sich jeder Grundlage der gesunden Teilhabe an der Gesellschaft.

Es dürfte auch keiner Aufmerksamkeit entgangen sein, dass selbst Kundgebungen mit einhergehenden Erlaubnissen friedlich und ohne verbotene Symbole stattfinden, trotz Provokationen extremistischer/terroristischer Gruppierungen.

Auch der gesellschaftlichen Problematik, der „doppelten Halbsprachigkeit“ nimmt sich die UETD an, indem fundiertes Wissen den Mitgliedern in Konferenzen übermittelt wird.

Vor diesem Hintergrund bzw. unserer Vereinsphilosophie, die wir allen Mitbürgern nahelegen, erscheint es uns als absurd und verantwortungslos, die UETD als Integrationsfeindlich zu verleumden.

Es erscheint abermals als absurd, dass Sympathisanten von Terrororganisationen, die demonstrativ vor verbotenen Symbolen Reden halten, die Gesellschaft dadurch spalten, indem sie Hass schüren und Unwahrheiten verbreiten, als Hauptnachrichtenquellen von Medien in Anspruch genommen werden.

Fakt ist, dass täglich aufgrund der Hetzerei von diversen Politikern und Medienvertretern türkischstämmige Einrichtungen als Ziel dargestellt werden.

Die Unterstellung, die UETD würde mit radikalen Gruppierungen kooperieren, entzieht sich jeder Grundlage logischen Denkens, denn es sind türkischstämmige Einrichtungen die angegriffen werden und nicht umgekehrt.

Zudem wünschen sich der UETD-Vorstand und ihre Mitglieder, dass sämtliche Beweise, die diese Vorwürfe belegen, veröffentlicht und der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt werden. Andernfalls ist die Verbreitung ähnlicher Nachrichten als Verleumdung und als eine gezielte Desinformationskampagne gegen die UETD und ihre Mitglieder zu bewerten.

Wir leben in einem Rechts- und Sozialstaat und wissen die Verantwortung umzusetzen und an unsere Mitglieder weiterzugeben.

Nach wie vor sind unsere Grundlage und unser Leitgedanke, an dem wir festhalten und uns orientieren, das gemeinsame, friedliche und verständnisvolle Zusammenleben.

Im Rahmen der Transparenz und Zusammenarbeit werden wir uns selbstverständlich an der Aufklärung maßgeblich beteiligen, behalten uns jedoch das Recht vor, ggf. rechtliche Schritte gegen die betreffenden Personen bzw. Organisationen einzuleiten.
 

Der Vorstand